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Lehrkräfte

Jedes Jahr beteiligen sich über 200 motivierte Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Schülerinnen und Schülern beim Schülerwettbewerb. Ohne ihr Engagement wäre der Schülerwettbewerb oftmals nicht so erfolgreich. Sie sind unverzichtbare Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, die mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass der Schülerwettbewerb auch zukünftig seinen festen Platz in der Bildungslandschaft in Baden-Württemberg hat. 

Die intensive Betreuung und motivierende Begleitung von Schülerinnen und Schülern während der Entstehung ihres Wettbewerbsbeitrags bedeutet zusätzlichen Aufwand:

„Ich muss aber bereit sein, intensiv zu betreuen. Das heißt, immer wieder zu raten, zu helfen, zu kritisieren bis das Ergebnis formal und inhaltlich den Anforderungen des Wettbewerbs entspricht. Ich bin davon überzeugt, dass sich dieser große Aufwand lohnt. Das ist für mich Hauptgrund, diese Mehrbelastung jährlich in Kauf zu nehmen.“

Anerkennung und Förderung

Als Anerkennung für diese geleistete Arbeit erhalten Lehrerinnen und Lehrer jährlich ein Sachgeschenk und werden zu Fortbildungsveranstaltungen eingeladen. Neben inhaltlichen Impulsen für die eigene Tätigkeit geht es bei diesen Seminaren auch immer darum, politische, historische oder kulturelle Orte vorzustellen, die sich für die pädagogische Arbeit mit Schülerinnen und Schülern eignen. So waren in der Vergangenheit Besuche im Landtag, im Haus der Geschichte, im DDR-Museum in Pforzheim, im Institut für Friedenspädagogik in Tübingen oder im ZKM in Karlsruhe Teil der Veranstaltungen. In regelmäßigen Abständen wird auch eine Auslandsreise innerhalb Europas organisiert, um bei Lehrerinnen und Lehrern eine gesamteuropäische Perspektive zu fördern und Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen im Ausland zu ermöglichen. Alle Lehrerinnen und Lehrer, die beim 60. SWB als betreuende Lehrerin oder Lehrer gemeldet wurden, nahmen an einer Verlosung teil, bei der einer der 20 Reiseplätze für eine Flugreise nach Budapest in den Herbstferien 2018 gewonnen werden konnte. Hier der Reisebericht:

In den Herbstferien 2019 widmete sich ein Exkusionsseminar für Lehrkräfte anlässlich des Jubiläums 30 Jahre friedliche Revolution dem Thema „Sehnsucht nach Freiheit“.  Die Reise führte nach Leipzig, mit Besuchen im zeitgeschichtlichen Forum und im „Runden Eck“, dem ehemlagen Sitz der Stasi Bezirksverwaltung. Bei einem Stadtrundgang begaben wir uns auf die Spurensuche der Leipziger „Montagsdemonstrationen“. Eine Tagesfahrt nach Torgau führte uns zur „Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau“, wo sich der in der DDR einzig geschlossene Jugendwerkhof befand - einer Disziplinierungsanstalt der Jugendhilfe. Zeitzeugenspräche in Torgau und in Leipzig gaben einen authentischen Einblick in persönliche Schicksale und über die erschreckenden Umstände der damaligen Zeit. Bei einem kleinen Ausflug nach Dessau wurde zudem noch das Jubiläum 100 Jahre Bauhaus thematisiert. Bei einem Rundgang durch das Bauhausgebäude und die neu restaurierten Meisterhäuser konnten wir die einmalige Architektur und in der Zeit des Bauhauses erleben. Ein Lehrer fasst seine Erlebnisse auf dem Seminare so zusammen:

„Die erlebten Begegnungen haben nachhaltigen Eindruck hinterlassen - die Verarbeitung des Erlebten ist für mich wohl noch lange nicht abgeschlossen. Schön auch, dass sich vieles in den Unterricht integrieren lässt und sich sogar Zeitzeugenbesuche an der Schule abzeichnen - ich werde berichten."

Zusätzliche und wichtige Aspekte solcher Veranstaltungen sind es, Gespräche zwischen den Kolleginnen und Kollegen zu ermöglichen und Raum für den Erfahrungsaustausch zu bieten, wie die Rückmeldungen immer wieder bestätigen:

„Solche Veranstaltungen sind mir wichtig, weil …
… sie einen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen ermöglichen und neue Impulse für den Unterricht geben.“
„ … ich Neues erfahre, ich den Austausch mit Kollegen schätze, etwas geboten wird, was ich ansonsten vielleicht nicht gemacht hätte“

So manche Rückmeldung und Anregung konnte das Wettbewerbsteam aufnehmen und umsetzen. So entstand auch in enger Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern die Broschüre „Erfahrungen und Empfehlungen“.